Weshalb die Circular Economy neue Geschäftsmodelle braucht

In einer Circular Economy werden wir physische Produkte anders gestalten, als wir das aktuell tun. Lang­lebiger, aus ressourcen­schonenden Roh­stoffen, zur inten­siveren Nutzung geeignet. Mit unseren aktuellen Wert­schöpfungs­strategien würde das für viele Unter­nehmen bei sonst gleichen Bedingungen jedoch gleichzeitig geringere Umsätze bedeuten.

Deswegen ist die Überarbeitung von Geschäfts­modellen (Business Models) oft ein wesentlicher Bestand­teil der Anpas­sung an die Circular Economy. Denn die Architektur der Wert­schöpfung ist in einer wert­erhaltenden Circular Economy zwangs­läufig eine andere, als in der aktuellen Linear Economy.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Die dringende Notwendig­keit zur Circular Economy, der veränderte Anspruch der Konsumenten und die voran­schreitende Digitali­sierung sind nicht nur äußere Zwänge – sie ermöglichen auch die Entwicklung hoch­spannender neuer Geschäfts­modelle. Eine solche Gelegenheit, einen gesättigten Markt zu verlassen und sich als Unter­nehmen neu zu positionieren, wie diese Konstellation, gibt es selten.

In diesem Beratungspaket begleitet ecocircleconcept Sie bei Ihrer 'Circular Business Model Innovation', der Entwicklung neuer Geschäfts­modelle, die zu Ihrem Unter­nehmen und zur Circular Economy passen. Wir schöpfen dabei aus einem umfang­reichen Portfolio an Fall­bei­spielen und Methoden. Außerdem unterstützt ecocircleconcept Sie bei der Erstellung von Dokumenten zur Beantragung von Förder- oder Investitionsmitteln.

Chancen für Unternehmen

Neue Geschäftsfelder

Die Circular Eco­nomy ba­siert auf einem neuen An­satz der Wert­schöpf­ung und er­schließt damit nicht selten neue Geschäfts­felder. Mit an die CE an­ge­pas­sten Ge­schäfts­mo­dellen sichern Sie Unter­nehmens­er­träge in der Zukunft.

Mehr Ertrag pro Kunde

Geschäfts­modelle in der Cir­cular Eco­nomy basieren auf inten­siven Kun­den­be­zieh­ungen. Da­durch ent­steht ein besseres Ver­ständ­nis der Kunden­be­dürf­nisse, höhere Quali­tät und geziel­tere Inno­vatio­nen - und damit mehr Ertrag pro Kunde.

Starke Partnerschaften

Wert­schöpf­ung in der Cir­cular Eco­nomy ist getra­gen von gemein­samen Inter­essen. Werden diese in Geschäfts­mo­dellen vereint, ent­stehen starke Partner­schaften, mit denen Sie flexibel auf zukünf­tige Ver­än­der­ungen reagieren können.

Wertschöpfung und PSS in der Circular Economy

Die Wertschöpfung in der Circular Economy unterscheidet sich insofern, als sie nicht mehr auf dem Verkauf von Produkten sondern auf dem Fluss von Materialien und Produkten über den Zeit­verlauf basiert. Das gilt für den Bereich der Anlage­güter ebenso wie für schnell­lebige Produkte wie Verpackungen und auch Verbrauchs­güter wie Lebens­mittel.

Das hat einerseits zur Konsequenz, dass die Abhängigkeit von Materialien und Ressourcen sowie der Kosten­anteil im Unter­nehmen für Rohstoffe bzw. Materialien sinkt. Andererseits wird in vielen Fällen der Service­anteil je Produkt (oder Branche) steigen. Teilweise nimmt der Service­anteil einen so großen Stellenwert ein, dass wir von ‚Product Service Systems‘ (PSS) sprechen.

3 Grundstrategien des Ressourcenflusses als Basis für Business Models

In der Circular Economy können wir zwischen verschiedenen grund­sätzlichen Strategien des Ressourcen­flusses unterscheiden, auf denen Geschäfts­modelle für die Circular Economy basieren können.

⇒ Eine Verlangsamung des Ressourcenflusses, zum Beispiel durch Produkt­langlebigkeit (siehe Beispiel: Pay per Wash)

⇒ Die Schließung von Kreisläufen, zum Beispiel durch Recycling/Kompostierung oder Verbindung mit anderen Systemen (siehe Beispiel: Closing the Loop)

⇒ Die Begrenzung der benötigten Ressourcenmenge, zum Beispiel durch Steigerung von Effizienzen oder Intens­ivierung von Dienst­leistungen (siehe Beispiel: Lubricant as a Service)

Natürlich schließt eine Strategie die andere nicht aus. Im Gegenteil, Kombinationen ergänzen sie sich zu effektiven Ressourcenstrategien.

'System Innovation' als Grundlage für die Wertschöpfung

Bewährte lineare Geschäftsmodelle basieren häufig auf ‚Silo-Strategien’, bei dem nur der eigene Einfluss­bereich berücksichtigt wird. Die Wertschöpfung in der Circular Economy dagegen berücksichtigt die Abhängig­keiten eines weiter gefassten Systems.

Gleichzeitig steht die Schaffung von Wert für den Kunden oder Konsumenten im Vorder­grund. Für die Geschäfts­modell­entwicklung bedeutet diese gesteigerte Komplexität, dass wir bewährte Denk­weisen hinter uns lassen und auf erfolg­ver­sprechendere Methoden zurückgreifen müssen. Die ‚System Innovation‘ bietet uns beispiels­weise Frameworks, mit deren Hilfe wir erfolgreich Ent­scheidungen innerhalb komplexer Systeme treffen können. Das ‚Cynefin Framework‘ zum Beispiel zeigt unter anderem, weshalb Methoden wie der ‚Lean Startup Cycle‘ aus­gezeich­net geeignet sind, um erfolgreich Geschäfts­modelle für die Circular Economy zu entwickeln (siehe Video).

Buchempfehlungen

Inspirierende Bücher, die Ihnen dabei helfen, neu zu denken und sich auf innovative Lösungen einzulassen.