5 Gründe für Inbound-Marketing

von susanne volz / business-tipps für designer

Ökologische Gestalter haben kein Nachfrageproblem, sie haben ein Kommunikationsproblem. Viele Designer sagen: „Unternehmenskunden fragen ökologische Gestaltung nicht nach“. Das ist zwar einerseits richtig, stimmt aber trotzdem nicht. Unternehmen brauchen Experten für ökologische Gestaltung – mehr als jemals zuvor. Aber sie fragen diesen Bedarf an anderer Stelle und unter anderen Stichworten nach, als ökologische Gestalter ihre Spezialisierung anbieten. Inbound-Marketing hilft, dieses Kommunikationsproblem aus der Welt zu schaffen und sich als ökologische Gestalter prominent zu positionieren.

Unternehmen brauchen ökologische Gestalter, sie wissen es nur noch nicht.

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Unternehmen brauchen ökologische Gestalter, sie wissen es nur noch nicht. Warum das so ist, kannst du in meinem Artikel nachlesen „Warum Unternehmen ohne ökologische Produktgestaltung auch gleich einpacken können“ (coming Jan 2017).

Dass die Unternehmen noch nicht wissen, dass sie dich brauchen, ist eine schwierige Situation. Denn du musst sie nicht nur davon überzeugen, dass sie dich anderen Anbietern vorziehen sollen, um ihren Bedarf zu decken. Du musst ihnen auch noch erklären, dass sie überhaupt einen Bedarf haben.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen Ecodesign gedanklich in der Ecke „gewaltfreies Töpfern“ verorten. Das macht es nicht leichter. Echt nicht!

Viele Unternehmen verorten Ecodesign gedanklich noch
in der Ecke „gewaltfreies Töpfern“

Als ökologischer Gestalter befindest du dich nun in folgender Situation: du bist kompetent und bietest eine einzigartige Dienstleistung. Der Kunde hat Bedarf und wäre sogar bereit, für einen Spezialisten wie dich ein ansehnliches Honorar zu zahlen.

Aber selbst wenn du der Kaltakquise-Gott bist und deinem Gegenüber am Telefon die Hose von den Beinen quatschen kannst: sein Bedarf und dein Angebot kommen einfach nicht zusammen. Denn du musst unglaublich viel erklären, denn der Kunde zweifelt: „Warum brauche ich das?“ „Was bringt es mir?“ „Was können Sie, das andere Designer nicht auch können?“ … undsoweiter. Und das auch nur, wenn du überhaupt die Gelegenheit bekommst, dich zu erklären. Oft genug kommt auch einfach ein: „Sowas brauchen wir nicht!“.

Wenn du auf diese Art Kunden gewinnen willst, kannst du auch gleich mit einem Stein fangen spielen. Du brauchst also eine andere Methode, um an Unternehmenskunden zu kommen. Inbound-Marketing ist die Lösung! Warum? Unter anderem aus diesen Gründen:

#1 Inbound-Marketing führt die Kunden zu dir

Wahrscheinlich ist, dass es viele Menschen gibt, die sich für deine Dienstleistung interessieren. Du steckst viel Zeit rein, diese Menschen zu finden. Mit allen möglichen Mitteln versuchst du, diese Menschen als Kunden zu gewinnen und lockst sie á la Hänsel und Gretel auf einem Brotkrumenweg aus mehr oder minder interessanten Informationen durch einen dunklen Wald in deine Richtung.

Weil du zeitlich völlig überfordert bist, legst du den Brotkrumenweg nicht bis zum Ende aus. Die Interessenten stehen dann im dunklen Wald und wissen weder, in welche Richtung noch weshalb sie überhaupt weitergehen sollten – und dann kehren sie wieder um. Mit Inbound-Marketing trägst du nicht mehr die einzelnen Brotkrumen zu den einzelnen Menschen. Und du versuchst nicht mehr jeden Einzelnen zu überzeugen, den Brotkrumen zu folgen: „Mmmmh, schau mal, ökologische Gestaltung! Die ist nachhaltig! Die ist wichtig!“

Sondern du erleuchtest erstens das Ziel (ökologische Gestaltung macht Unternehmen zukunftsfähig) und zweitens die verschiedenen Wege dahin hell wie eine Landebahn. Das Erleuchten des Ziels und der Ausbau der Wege ist auch Arbeit – und nicht wenig! Das sage ich nur, damit da keine Missverständnisse aufkommen. Ich erzähle hier nichts von „reich in fünf Tagen“ oder ähnlichen Quatsch. Aber es ist eben die richtig Art der Arbeit, die ihren Zweck erfüllt. Diese Arbeit bringt die Interessenten zu dir!

Inbound-Marketing macht dich so lecker, dass du
von einer Menge Bienen angeflogen und ausgecheckt wirst.

#2 Mit Inbound-Marketing unterstreichst du deine Kompetenz

Mit Inbound-Marketing unterstreichst du deine Kompetenz als Experte, bei dir selbst und bei deinen Kunden – damit kannst du auch höhere Preise durchsetzen. Fühlst du dich (unabhängig vom tatsächlichen Geldfluss) als hochbezahlter Experte, wenn du möglichen Interessenten hinterherläufst und ihnen trockene Brotkrumen anbiederst? Nein? Dachte ich mir.

Fühlst du dich als hochbezahlter Experte, wenn Leute zu dir kommen und dich nach deiner Meinung fragen? Oder wenn jeder deiner schriftlichen Beiträge hunderte Leser hat? Schon eher, oder? Und dabei geht es unter anderem beim Inbound-Marketing. Wenn du erfolgreich sein möchtest, solltest du authentisch sein. Das ist eine wichtige Voraussetzung.

Wenn du also als Experte wahrgenommen werden möchtest, solltest du auch die Dinge tun, die dich selbstsicher und wie ein Experte fühlen und auftreten lassen. Erzähle, was du über ökologische Gestaltung weißt – Details, die für deine Interessenten wichtig sind.

Sprich darüber, wie ökologische Produkte deinen Kunden helfen, ihre Probleme zu lösen oder ihre Ziele zu erreichen. Und du wirst sehen – du fühlst dich nicht nur exklusiver, du wirst exklusiver!

#3 Mit Inbound-Marketing machst du aus Interessierte erst Fans, dann Kunden

Du hast ein Emailkonto. Davon gehe ich mal aus. Vielleicht hast du auch ein Facebook-Konto. Dann kennst du diese Angebote, die dir...

  • … ein monatliches passives Einkommen von mehreren tausend Euro versprechen?
  • … mithilfe einer Creme größere Brüste bescheren wollen? „Dein Freund nie wieder wird schauen andere Frauen!“
  • … dir helfen wollen, in nur 30 Tagen dein ortsunabhängiges Business aufzubauen, dass du von überall auf der Welt betreiben kannst und mit dem du ohne irgendeine Kompetenz, die die Gesellschaft weiterbringt reich, schön und berühmt wirst?

Kaufst du sowas? Kaufst du nicht! Warum nicht? Weil du (zu Recht) kein Vertrauen zum Anbieter hast. Jetzt willst du zwar keine so unglaubwürdige, aber doch immerhin eine ziemlich hochwertige und damit hochpreisige Dienstleistung verkaufen, nehme ich mal an. Je nachdem, in welcher Branche und Kompetenzstufe du dich bewegst, hast du einen Beratersatz von 450 bis 1800 Euro pro Tag oder so.

Und seien wir ehrlich: oft genug wären 450 Euro (und die entsprechende Auslastung) schon der Traum! Was du also brauchst sind Interessierte, die Vertrauen zu dir und deiner Kompetenz aufgebaut haben. Das können sie aber nur, wenn sich eure Wege nicht nur kreuzen, sondern ihr ein gutes Stück miteinander geht. Du musst aus Zielgruppenmitgliedern Interessenten machen, dann Fans und dann Kunden. Wer aus Erfahrung weiß, dass du hochwertige Arbeit ablieferst und mehr bietest, also du kostest, der zuckt auch bei einem hohen Tagessatz nicht zusammen – eben weil er weiß, dass er wesentlich mehr dafür wieder rausbekommt. Und der überlegt – WENN er einen echten Bedarf hat – auch nicht erst fünf Monate, ob jetzt oder lieber doch nicht. Der kennt dich und der kommt dann auf dich zu, wenn er dich braucht. Und dann kauft er auch, und aus!

Was du brauchst sind Interessierte, die Vertrauen zu dir und deiner Kompetenz aufgebaut haben. Die kennen dich und die kommen dann auf dich zu, wenn sie dich brauchen. Die kaufen dann auch, und überlegen nicht erst monatelang an deinem Angebot rum.

#4 Mit Inbound-Marketing verausgabst du dich nicht (mehr)

Inbound-Marketing ist viel Arbeit – aber auch nicht mehr, als du jetzt sowieso schon hast. Stattdessen arbeitest du zielgerichteter und verausgabst dich nicht mehr. Du rennst keinen „kalten Kontakten“ mehr hinterher und lässt auch keinen Interessenten mehr im dunklen Wald stehen.

Ein Selbstläufer ist Inbound-Marketing zwar nicht, du musst es aufbauen und pflegen. Und Geduld solltest du auch mitbringen. Aber Verausgabung kommt ja nicht daher, dass man viel arbeitet oder Erfolg „nur“ langfristig kommt. Verausgabung kommt daher, dass man weniger zurückbekommt als das, was man reinsteckt.

Und dass ist mit Inbound-Marketing einfach anders. Biete deinen Interessenten alles was du weißt und kannst zum Thema ökologische Produktgestaltung – und dann miss deinen Erfolg nicht nach Wochen, sondern nach Monaten.

Als ich Inbound-Marketing entdeckt hatte, wollte ich, dass jetzt alles ganz schnell geht und habe deswegen ein paar Wochen lang 20-Stunden-Tage hingelegt. Aber das ist keine Voraussetzung. Wie gesagt: im Grundsatz musst du nicht mehr arbeiten, als jetzt auch. Nur eben anders.

Es ist wie beim Haus bauen. Es nützt dir nichts, 50.000 Steine in die Hand zu nehmen, die rumzuschleppen und irgendwo – möglichst nahe beieinander – wieder hinzulegen. Nur wenn du sie richtig aufeinander setzt, hast du hinterher ein Haus, in dem du auch wohnen kannst. Inbound-Marketing funktioniert genauso.

#5 Mit Inbound-Marketing bringst du mehr Sicherheit in deine Selbständigkeit

Mit Inbound-Marketing bringst du Struktur und Planbarkeit in deine Kundengewinnung – also auch mehr Ruhe und Sicherheit in deine Selbständigkeit. Nicht zu wissen, wo im nächsten Monat die Kunden herkommen sollen, ist sehr anstrengend und kostet Energie. Zwar zu wissen, wo sie herkommen, aber sich für jeden einzelnen jedesmal ein Bein ausreisen zu müssen, ist genauso anstrengend.

Inbound-Marketing bringt dir langfristig und kontinuierlich neue Kunden. Damit wird deine Arbeit und dein Einkommen planbarer. Außerdem sortierst du deine Kunden viel besser vor. Auf die herkömmliche Art weißt du vorher nicht, wer Kunde werden wird und wer nicht. Deswegen steckst du in alle potenziellen Interessenten erst einmal gleich viel Aufwand. Inbound-Marketing sortiert automatisch vor und jetzt hast du die Sicherheit, dass du mit jedem einzelnen Namen auf deiner Emailliste zumindest einen an ökologischer Gestaltung sehr interessierten Menschen vor dir hast.

Inbound-Marketing ist keine schnelle Nummer. Es baut auf einer vertrauensvollen, achtsamen und ehrlichen Beziehung auf. Aber langfristig funktioniert es hervorragend und macht das Leben wesentlich einfacher.

Und wie geht Inbound-Marketing?

Ich weiß, dass Inbound-Marketing funktioniert. Deswegen erzähle ich dir davon. Aber wie du das am Besten aufziehst, können dir andere viel besser erklären. Wer das zum Beispiel ganz hervorragend kann, ist Sandra Holze und Vladi und seine Jungs vom affenblog.

Was ich allerdings für dich tun werde ist, dich mit Informationen darüber zu versorgen, mit welchem hochwertigen und einzigartigen Content du als ökologischer Gestalter dein Inbound-Marketing dann füllen kannst! Trage dich also in meine Newsletterliste ein und hole dir den Content. Und dann leg los!

Über die Autorin

Susanne Volz

Susanne Volz ist die Gründerin und Inhaberin von ecocircleconcept. Sie ist Umwelt­wissen­schaftlerin und Wirtschaftsjuristin und auf der Mission, ökologische Produkte zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Als Schnittstelle zwischen Gestaltern, Unternehmen und der Umwelt arbeitet sie unermüd­lich daran, unternehmerischen Erfolg, verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltigen Konsum zusammenzuführen.

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