5 Themenvorschläge für Deine Blogartikel

von susanne volz / business-tipps für designer

Unternehmen brauchen ökologische Gestalter - sie wissen es nur noch nicht. Als ökologischer Gestalter musst du Unternehmen erklären, welchen Mehrwert du ihnen liefern kannst. Am komfortabelsten für alle Beteiligten ist es, wenn du ihnen Informationen dazu lecker aufbereitet und abrufbereit anbietest. Als Artikel in einem Newsletter oder in einem Blog zum Beispiel. In diesem Artikel findest du Ideen, über welche ökologischen Hintergrundthemen du als Gestalter schreiben kannst, um dich für Unternehmenskunden interessant zu machen.

Unternehmen brauchen ökologische Gestalter, sie wissen es nur noch nicht.

Sei besser sichtbar

Unternehmen brauchen ökologische Gestalter, sie wissen es nur noch nicht. Soweit waren wir im Blogartikel „5 Gründe, warum ökologische Gestalter Inbound-Marketing betreiben sollten“ bereits. Und zum Inbound-Marketing gehören gute Blogartikel unbedingt dazu. Natürlich gibt es wesentlich mehr als 5 Themen, über die du schreiben kannst. Aber es geht hier ja um eine erste Anregung. Zukünftige Ideen kommen dir dann schon von ganz alleine.

Wenn du ernsthaft mit Bloggen anfängst – was ich dir dringend rate – hole ich mir vermutlich bald bei dir Anregungen oder teile deine Artikel, wenn ich mal gerade keine Zeit habe, selbst zu schreiben … Wenn du schon schreibst, dann schreibe so gut du kannst! Das hat ein ganz klein wenig mit Talent zu tun (vielleicht so 5%), eine Menge mit Übung (sagen wir mal so zu 35%) und ganz viel mit der Einhaltung bestimmter „Regeln“ (mindestens zu 70%.

Falls du noch kein versierter Blogger bist, dann hole dir ganz dringend das „Schreibdoping“ von Schreibsuchti und/oder lese dich durch den affenblog vom Vladi. Und zwar bevor du mit dem Dichten anfängst – aber bitte erst nachdemdu meinen Artikel fertig gelesen hast!

Gute Texte für den täglichen Gebrauch zu schreiben hat nur
zu gefühlten 5% mit Talent zu tun. Der Rest ist Handwerk und Übung.

Ich zeige dir nicht, wie du schreiben sondern worüber du schreiben kannst. Auf drei wichtige Regeln für dich als Blogger möchte ich trotzdem kurz hinweisen, auch wenn du die bei Vladi und Co. auch nochmal eingetrichtert bekommst. Die Ziele deiner Artikel sind immer:

  • … Dem Leser einen echten Nutzen / Mehrwert zu bieten
  • … Den Leser von deiner Kompetenz zu überzeugen
  • … Den Leser zu deinem Fan zu machen

Nicht jeder Artikel muss immer alles drei gleichzeitig schaffen. Aber dein Blog insgesamt sollte mit seinen Artikeln die Ziele des Inbound-Marketing unterstützen.

#1 Schreibe über die Prinzipien der ökologischen Produktgestaltung

Es gibt verschiedene Prinzipien der ökologischen Produktgestaltung. Zum Beispiel:

  • … Langlebigkeit
  • … Materialeffizienz
  • … Recycelbarkeit
  • … Reparierbarkeit
  • … ...

Das klingt zunächst trivial. Aber es steckt sehr viel dahinter. Wenn du meine Weiterbildung ecodesign-to-go schon gemacht hast oder gerade machst, dann weißt du was ich meine. Und natürlich auch, wenn du deine ökologische Gestaltungskompetenz aus anderen Quellen hast. Wenn du wolltest, könntest du alleine aus diesen Prinzipien die Blogartikel für ein Jahr zusammenstellen. Du kannst z.B.

  • … erklären, was es mit dem jeweiligen Prinzip – z.B. Materialeffizienz – auf sich hat
  • … Zielkonflikte beschreiben, die zwischen dem Prinzip Materialeffizienz und anderen Prinzipien auftreten können
  • … Ausnahmen erläutern, bei denen das Prinzip der Materialeffizienz nicht zu verringerten Umweltlasten führt
  • … ...

Auf diese Weise hast du mit einem einzigen Prinzip bereits drei Artikel zusammen. Und wenn du kreativ bist, auch mehr. Achte darauf, dass du das Thema immer im Bezug zu deiner Kompetenz, deinen Erfahrungen oder zumindest zu konkreten Produkt- oder Branchenanwendungen aufbereitest.

#2 Schreibe darüber, was ökologische Produktgestaltung ist

Wie schon erwähnt denken viele Unternehmen noch, Ecodesign wäre so ein gewaltfreies-Töpfern-Ding. Mache deutlich, dass du verstanden hast, worum es geht. Und zwar, indem du deinem Leser erklärst, worum es geht! Schreibe ruhig launig und unterhaltsam. Aber es sollte inhaltlich handfest sein. Dafür bieten sich für den Anfang folgende Themen an:

  • … Denken im Produktlebenszyklus
  • … Vermindern von Umweltlasten eines Produktes über den Produktlebenszyklus
  • … Was eine Ökobilanz ist, was sie kann und was sie nicht kann
  • … Vorteile, Nachteile, Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft
  • … Was ökologische Materialien ausmacht
  • … …

Jedes dieser Themen bietet nahezu endloses Material für Blogartikel, mit denen du deine Interessenten auf ökologische Produktgestaltung einstimmen kannst. Und die Auswahl an Themen ist üppig.

Bleibe auch hier mit möglichst engem Bezug bei deiner Arbeit, deinen oder auch fremden Erfahrungen, aber immer bei konkreten Beispielen, zu denen du deinen ganz persönlichen Senf dazugibst. Du willst ja, dass der Leser dich als Experten wahrnimmt.

Jedes einzelne Prinzip der ökologischen Gestaltung bietet
üppiges Material für gleich mehrere Artikel.

#3 Schreibe darüber, was dein Kunde von ökologischer Produktgestaltung hat

Gut, wenn du zeigst, dass du Ahnung hast und Experte bist. Das ist aber nur der erste Schritt. Denn dein Kunde will vor allem immer wissen, was dadurch für ihn drin ist. Bringe unbedingt genügend Artikel, in denen du deine Interessenten auf deren Vorteile aufmerksam machst. Steter Tropfen und so weiter…

Seien wir ehrlich: ökologische Gestaltung macht kein Unternehmen reich. Jedenfalls nicht als Alternative und im Vergleich zur „normalen“ Produktgestaltung. Es geht um Verantwortung, langfristige Positionierung, Verminderung von Risiken und Ausschöpfen der Marktchancen, soweit sie sich bieten.

Es geht also nicht darum, dass ein Unternehmen durch ökologische Produktgestaltung reicher wird, als ohne ökologische Produktgestaltung. Es geht darum, dass es auch in Zukunft solide aufgestellt ist und weiterhin auf dem Markt mitspielen kann. Denn kein Unternehmen wird überleben, wenn es sich langfristig nicht mit dem Thema ökologische Gestaltung auseinander setzt.

Viele der notwendigen Themen werden im Moment nicht unter der Rubrik
„ökologische Gestaltung“ verortet. Diese Transferleistung musst du
für deinen Kunden erbringen.

Nichts an dieser Thematik ist annähernd lecker genug, als dass Unternehmen richtig Bock drauf hätten. Aber: sie müssen es machen! Unternehmen müssen sich kümmern! Und da kommst du ins Spiel.

Viele der notwendigen Themen, die zu dieser sehr strategischen Positionierung der Unternehmen dazugehören, werden im Moment nicht unter der Rubrik „ökologische Gestaltung“ verortet. Diese Transferleistung musst du für deinen Kunden erbringen. Und wenn du das schaffst, dann kannst du aus dem Vollen schöpfen. Dann hast du den Bedarfs-Topf angestochen.

Schreibe also z.B. über folgendes:

  • … Industrie 4.0….
  • … Ressourceneffizienz…
  • … Kreislaufwirtschaft….
  • … Nachwachsende Rohstoffe….
  • … ….

… und was das mit ökologischer Gestaltung zu tun hat und wie, wo und womit dein Kunde daraus einen Nutzen für sich ziehen kann. Natürlich wählst du Themen, die möglichst viel mit dir, deiner Dienstleistung, deiner Branche und deiner Kompetenz zu tun haben. Ist ja klar.

Aber vor allem sammelst du für deinen Kunden NUTZEN, NUTZEN, NUTZEN! Am Besten (auch) in Form von Listen. Listen sind immer gut

#4 Bereite Fachinformationen auf, möglichst mit aktuellem Bezug

Streue auch Artikel ein, in denen du „einfach nur“ Informationen lieferst. Vorzugsweise solche, die deinen Kunden interessieren und dir thematisch nahe liegen. Futter für solche Fachinformationen findest du zum Beispiel beim Umweltbundesamt. Die hauen ständig neue Publikationen raus. Du kannst das dort gesammelte Wissen zu Blogartikeln aufbereiten oder dich einfach für Themen inspirieren lassen.

Klar sind da auch Publikationen dabei, die mit deinen Themen über ökologischer Produktgestaltung rein gar nichts zu tun haben. „Böden als Wasserspeicher“ würde mich auf den ersten Blick nicht gleich zu einem aufregenden Artikel über Produktgestaltung inspirieren. Andere Titel sind ein zweites Hinschauen wert. Zum Beispiel „Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Hexabromcyclododecan (HBCD)“. Da müsste ich jetzt zwar auch zweimal um die Ecke schießen, aber vermutlich könnte man da schon ein oder zwei sehr attraktive Artikel mit Bezug zu ökologischen Produkten rausquetschen.

Andere Themen wiederum springen sofort ins Auge. „Obsoleszenz“ zum Beispiel. Aber Achtung: bleibe auch bei einem solchen Thema sachlich und liefere deinem Kunden Mehrwert. Schreibe nicht über den „bösen Kapitalismus“ oder „fiese Machenschaften der Konzerne“. Uncool! Wirklich! Und vor allem weder wahr noch im Bezug auf das Thema irgendwie hilfreich. Spannende Artikel ergeben sich auch aus Informationen über bestimmte Rohstoffe oder Rohstoffknappheit allgemein, Reboundeffekte, Kennzahlen zur Ermittlung von Umweltlasten und so weiter.

Recherchiere dein Thema gründlich. Ein einziges Dokument vom UBA sollte für einen solchen sachlichen Artikel nicht die alleinige Quelle sein. Weitere Quellen sind auch Institute, Verbände, IHKs oder auch mal die in oder andere Wirtschaftszeitschrift. Dort siehst du übrigens auch, welche Themen aktuell für die Unternehmen spannend sind.

Trage in solchen Artikeln die Informationen sachlich vor. Würze sie aber durchaus mit einer eigenen Meinung, wenn du das möchtest. Du schreibst ja auch, um von deiner Kompetenz zu überzeugen. Und denke dran: deine Meinung muss nicht allen gefallen – nur denen, die du als Kunden haben willst – und das sind Leute, die weitestgehend so ticken, wie du. Bleib also authentisch.

#5 Mache auf Veranstaltungen aufmerksam und auf den Nutzen, den ein Unternehmen aus dem Besuch ziehen kann

Mache auf Veranstaltungen aufmerksam und schreibe darüber, welchen Nutzen dein Kunde von einem Besuch haben könnte. Hier findest du ein Beispiel von mir dazu: „8 Gründe, warum es eine ziemlich gute Idee ist, zum Ressourceneffizienzkongress zu gehen“.

Oder berichte im Nachhinein von deinem Besuch und deinem Nutzen dort. Erzähle auch von Awards, Gewinnern, Nominierten, Neuerungen, Ausschreibungen oder Fördermitteln und-und-und. Das alles immer schön mit konkretem Bezug zu deinem Wissen oder dem Nutzen des Kunden.

Hol dir unbedingt Rat, wie du gute Blogartikel schreibst. Das ist wirklich eine ganz eigene Textspezies. Und wenn du Futter für Inhalte brauchst, das bekommst du bei mir.

Viel Spaß und viel Inspiration wünsche ich dir.

Susanne

Über die Autorin

Sarah Pollinger

Susanne Volz ist die Gründerin und Inhaberin von ecocircleconcept. Sie ist Umwelt­wissen­schaftlerin und Wirtschaftsjuristin und auf der Mission, ökologische Produkte zu einer Selbstverständlichkeit zu machen.

Als Schnittstelle zwischen Gestaltern, Unternehmen und der Umwelt arbeitet sie unermüd­lich daran, unternehmerischen Erfolg, verantwortungsvolles Wirtschaften und nachhaltigen Konsum zusammenzuführen.

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