Jasmin Hollstein von h.k.s.7

von susanne volz / interviews

Werbeartikel, das sind doch diese nutzlosen Staubfänger, der Inbegriff aller überflüssigen Produkte… oder? Jasmin Hollstein von h.k.s.7 belehrte mich eines Besseren. Grüne Werbeartikel, das geht! Und wie! Nützliche Produkte, sinnvolle Verwendung, vernünftige Materialien – so sieht das dann aus. Und davon gibt es so viele, dass sich damit sogar ein ziemlich umfangreicher Online-Shop betreiben lässt. Klar ist da noch Luft nach oben. Es ist noch immer schwer, an gute ökologische Materialien zu kommen. Aber ökologische Produktgestaltung ist ja auch ein Prozess, der gerade erst so richtig begonnen hat.

Interview

H.K.S.7 Werbeagentur GmbH

Susanne: Hallo Jasmin. Du bist eine der Geschäftsführerinnen von gruene-werbung.eu, einem Online-Handel für ökologisch nachhaltige Werbemittel und einer ökologisch nachhaltige Full-Service Werbeagentur. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview nimmst. Ich hoffe, du bereust das nicht gleich, denn ich muss dich direkt fragen:

Giveaways? Grün?! Im Ernst jetzt?!? Das sind doch meistens überflüssige Staubfänger!

Jasmin: Hallo Susanne. Vielen Dank für die Einladung zum Interview und dem Interesse an unserem Tun. Zu deiner ersten Frage:

Giveaways? Ja, im Ernst!

Erst mal unabhängig, ob ökologisch oder nicht: Die Werbeerinnerung bei Werbeartikeln liegt bei starken 95%, der Recall bei eindrucksvollen 78% und im Vergleich zu anderen Medien sind sie führend bei der Wirkungsdauer. Dies kann man in der aktuellen Werbeartikel-Wirkungsstudie 2014 vom GWW auch nachlesen.

Und zur Frage Nummer 2:

Und dann noch grün? Ja und das meinen wir noch ernster!!

Wenn man schon so einen starken Werbeträger wie den Werbeartikel einsetzt, der oft in Massen produziert und verteilt wird, dann doch bitte umweltschonend. Ein Werbeartikel soll Freude und Spaß machen. Und mal ganz ehrlich… macht dir ein Produkt Spaß, das oftmals sehr unangenehm riecht und von dem du nicht weißt wie und woher es kommt und unter welchen Umständen es produziert worden ist? Wahrscheinlich nicht. Unsere Positionierung ist da ganz klar. Nachhaltig und ökologisch zu werben! Wir meinen, dass nicht nur die reine Werbung, sondern auch der Image-Transfer auf ein Unternehmen immens wichtig ist. Das Schenken und beschenkt werden stärkt die soziale Bindung. Auch wenn es sich um ein Werbegeschenk handelt, möchte der Verbraucher keinen sogenannten „Mist“ mehr überreicht bekommen. Das wertet dieser oft auch als negativ und der positive Image-Transfer ist dahin. Gerade die Nützlichkeit ist ihm wichtig. Wenn ich z.B. einen Bleistift übergeben bekomme, wo es heißt, dieser Bleistift wächst – einfach Bleistift aufschreiben, mit der Samenkapsel in die Erde stecken, Wasser, Sonne und Liebe hinzu und schon wächst z.B. Basilikum – hat dieser Bleistift sofort mein Interesse geweckt. Ich freue mich über den, in dem Fall sogar doppelten, Nutzen und die damit verbundene Nachhaltigkeit und werde auch nicht so schnell vergessen, wer mir den geschenkt hat.

Susanne: Viele eurer Produkte sind aus Holz. Nachwachsende Rohstoffe sind im Moment schwer angesagt und gelten als der Inbegriff ökologischer Materialien. Dabei ist das ein ganz schön heikles Thema. Wie steht ihr denn dazu? Und worauf achtet ihr bei Holzprodukten?

Jasmin: Das stimmt. Holz ist ein wirklich tolles Material. Unsere Hersteller sind u.a. Holzmanufakturen innerhalb Deutschlands oder dem europäischen Ausland. Das dort verarbeitete Holz stammt ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ist FSC zertifiziert. Wir legen großen Wert darauf, dass die auf unserer Erde vorhandenen Ressourcen nicht achtlos verbraucht werden. Gerne würden wir auch mehr Produkte aus Abfallholz einsetzen.

Leider haben wir bisher nicht die richtigen Produkte für unseren Shop in diesem Bereich gefunden. D.h. es wird für diesen Markt einfach nichts aus Abfallholz produziert. Falls jemand Hersteller hierfür kennt, wir wären sehr daran interessiert diese kennenzulernen.

Susanne: Ihr setzt auch stark auf Recyclingmaterialien. Für viele Unternehmen ist das ein Reizthema. Einerseits werden sie von Verbrauchern dafür verurteilt, dass sie zu wenig Recyclingmaterialien einsetzen. Andererseits sind gerade die Verbraucher es, die Produkte aus Recyclingmaterialien im Regal stehen lassen, weil sie sie als schmuddelig empfinden. Was sind eure Erfahrungen zu dem Thema?

Jasmin: Das können wir so nicht unterstreichen. Unseren Kunden ist es wichtig, gerade wenn es um Kunststoff-Produkte geht, dass es ein recycelter Kunststoff ist. Viele Produkte, wie z.B. ein Kugelschreiber in glänzend-grün, werden von unseren Kunden gewünscht. Das kann kein Holzkulli leisten. Hierfür benötigt man auch Kunststoff. Aber wieso neuen Kunststoff herstellen, wenn wir soviel haben und es nur recyceln müssen? Und wenn ich mir die Produkte aus recyceltem Kunststoff anschaue, gibt es keinen Unterschied zu den Konventionellen. Im Gegenteil.

Wir drucken u.a. auf diese Produkte schon einen Hinweis, dass diese aus recycelten Materialien bestehen, damit der Benutzer dies überhaupt bemerkt. Dem Recyclingpapier sieht man das Recycling da schon eher an. Aber auch hier ist der Öko-Touch eher gewünscht als ungewollt.

Susanne: Habt ihr bestimmte Materialien oder Produktarten völlig aus eurem Sortiment ausgeschlossen?

Jasmin: Bei der Auswahl in unserem Shop achten wir nicht nur darauf welche Materialien eingesetzt werden, sondern auch unter welchen Bedingungen gefertigt wird. So haben wir uns z.B. dazu entschlossen keine Magnete in unser Sortiment aufzunehmen. Diese werden des Öfteren bei uns angefragt. Zur Herstellung werden seltene Erden benötigt und bei der Abtrennung vom Gestein entstehen giftige Abfallprodukte. Diese können in gelöster Form wieder ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen. Die Arbeitsbedingungen in den Minen sind zum größten Teil sehr gefährlich und extrem gesundheitsschädlich.

Uns ist bewusst, dass wir im täglichen Leben nicht ganz auf Magnete bzw. Produkte die Magnete enthalten verzichten können. Warum aber zusätzlich uns und unsere Umwelt noch mehr damit belasten, um bedruckte Magnetschilder zu verkaufen? Darin sehen wir keinen Sinn – gibt es doch genug nützliche und umweltverträglichere Werbeartikel die wir mit gutem Gewissen in unserem Sortiment führen.

Susanne: Was ist euch außer der Materialauswahl bei den Produkten noch wichtig?

Jasmin: Nachhaltige und natürliche Materialien, die zu fairen Bedingungen kontrolliert angebaut werden oder durchs recyceln hergestellt wurden. Des Weiteren muss das Material in irgendeiner Form veredelbar sein. D.h. wir müssen das Kundenlogo oder den Werbespruch auf das Produkt bekommen, z.B. durch Druck, Gravur, Stick, Aufklebern etc..

Susanne: Wo kommen eure Produkte eigentlich her? Werden die in Deutschland hergestellt?

Jasmin: Das ist unterschiedlich. Wenn wir alle unsere über 2.000 Artikel aus Deutschland beziehen könnten, würden wir es tun. Leider gibt es nur wenige Hersteller im Werbeartikelmarkt die sich Ökologie und Nachhaltigkeit auf die Fahne schreiben – was wir sehr schade finden. Also müssen wir auch im europäischen Markt einkaufen. Wir versuchen hier aber so umweltbewusst wie möglich zu agieren.

Susanne: Worauf achtet ihr bei der Produktion allgemein?

Jasmin: Dass soziale Standards in den Produktionsstätten eingehalten werden, sowie deren Mitarbeiter menschenwürdig behandelt werden. Kinderarbeit ist ein absolutes No-Go. Ebenso wichtig ist, dass wir die Co2 Emission so gering wie möglich halten, d.h. so kurze Transportwege wie möglich. Am Liebsten Made in Germany. Die eigene Wirtschaft im Land zu stärken halten wir für unabdingbar und es zählt ebenso zu unserem Nachhaltigkeitsgedanken. Auf der anderen Seite denken wir aber auch global. Z.B. bei Textilproduktionen aus Fernost, ist uns wichtig, dass diese Produkte zertifiziert sind (Fairtrade, Fairwear, GOTS etc.). So schützen wir gute Arbeitsplätze sowie die Umwelt ebenso in Dritte Welt Ländern.

Susanne: Ich mag ja die „Green Coin“, die ihr anbietet. Das ist ein Chip aus Holz für den Einkaufswagen. Die „Green Coin“ gibt es allerdings auch im hübschen und individuell bedruckbaren Klappkärtchen. Das ist mehr Verpackung als Produkt. Wenn da ein Unternehmen 500 Green Coins als Werbemittel bestellt, kommt ganz schön was an hübsch bedrucktem Abfall zusammen…

Jasmin: Das ist ein ganz tolles Produkt. Selbstverständlich sind auch hier das Holz sowie das Papier FSC-zertifiziert. Ich gebe dir mit dem Abfall Recht, aber man muss auch Wissen verbreiten. Viele unserer Kunden nutzen die Fläche um auch auf ökologische Themen hinzuweisen. Und wenn der Verbraucher dann seinen Müll sauber trennt, werden auch diese Materialen dem Wertstoffkreis wieder zugeführt und können recycelt werden. Des Weiteren müssen auch umweltfreundliche Produkte beworben werden, um die Aufmerksamkeit des Verbrauchers zu bekommen.

Was helfen die ökologisch tollsten Produkte, wenn keiner mitbekommt, dass es sie gibt. Der konventionelle Markt nimmt da keine Rücksicht. Hier muss man sich behaupten.

Susanne: Da hast du Recht. Die Kommunikation ist ein wichtiges Mittel, damit unsere Gesellschaft nachhaltiger wird. Das wird gerne übersehen. Danke, dass du das hier nochmal in den Zusammenhang stellst!

Habt ihr eigentlich Daten oder Erfahrungen dazu, welchen Nutzen Unternehmen haben, wenn sie auf grüne Werbemittel setzen? Im Vergleich zu konventionellen, meine ich? Stärkt das die Marke oder die Positionierung messbar? Macht es sich zum Beispiel in den Umsatzzahlen bemerkbar? Ist es ein indirekter Kundenfilter?

Jasmin: Wir finden das „große Ganze“ macht Sinn. Wir setzen es auch so um. Wir sind ja nicht nur ein grüner Werbeartikelhandel sondern auch eine Werbeagentur für Green Marketing (hks7.com). Wir freuen uns natürlich wenn ein konventionelles Unternehmen auch ökologische Werbeartikel verteilt. Dass ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Aber um es wirklich messbar zu machen, sollte auch die Philosophie des Unternehmens nachhaltig und ökologisch ausgerichtet sein. Das nimmt der Verbraucher wahr. Die zunehmende ökologische Denkweise der Käufer verändert den Markt. Soziales und ökologisches Unternehmertum zahlt sich aus und sichert die Zukunft des Unternehmens.

Susanne: … behauptest du jetzt mal so…?

Jasmin: Nein, das ist bei vielen unserer Kunden messbar und zwar durch steigende Umsatzzahlen. Und was genauso wichtig ist – zufriedene Mitarbeiter, die sich mit der Marke identifizieren können. Ein Außendienstmitarbeiter oder ein Verkäufer hat zusätzliche Wert- und Nutzungsargumente. Und wenn das Ganze noch mit einem ökologischen Werbeartikel abgerundet wird, hat man den Logenplatz im Kopf des Verbrauchers/Kunden sicher.

Susanne: Du hast gerade eure Werbeagentur angesprochen. Viele Designer und Agenturen kämpfen noch damit, dass Nachhaltigkeit – nicht nur bei Produktgestaltung, sondern auch in der Werbung – von Unternehmen nicht so recht nachgefragt wird. Der Sinn würde von den Kunden nicht gesehen. Wie erlebt ihr das? Müsst ihr viel Überzeugungsarbeit leisten? Oder seid ihr so gut aufgestellt, dass eh gleich nur die Kunden zu euch kommen, die schon Interesse an nachhaltiger Werbung haben?

Jasmin: Das ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. An manchen Unternehmen beißt man sich echt die Zähne aus. Da zählt nur eine Frage: Was kostet das? Das sind Unternehmen die sich der Zeit verschließen und meinen, man könne so weiter machen wie all die Jahre zuvor auch. Diese halten Green Marketing wirklich nur für einen Trend und sind absolut beratungsresistent, egal wie gut die Argumente auch sind.

Aber zum Glück gibt es da auch andere Unternehmen, deren Unternehmensphilosophie da anders aussieht und die wollen sich und Ihre Werbung grün ausrichten. Ihnen ist es wichtig, so nachhaltig wie möglich zu wirtschaften. Diese Unternehmen sind natürlich wesentlich offener „neue“ Wege zu gehen und es macht dann auch Spaß, gemeinsam was auf die Beine zu stellen.

Susanne: Ohne Betriebsgeheimnisse zu verraten – was ist eure Kompetenz als ökologische und nachhaltige Werbeagentur? Das wird sich ja nicht in der Verwendung von Recyclingpapier und bio-basierten Druckfarben erschöpfen, oder?

Jasmin: Wir stoßen nachhaltige Prozesse an und moderieren Sie bei Bedarf. Wir sind Impulsgeber für ökologische und umweltbewusste Ideen und deren Umsetzung. Diese Prozesse nutzen wir wiederum für PR und Marketing. Die Verwendung von Recyclingpapier und biobasierten Druckfarben ist natürlich selbstverständlich.

Susanne: Wer sind eigentlich eure Kunden? Eher kleine Unternehmen und Selbständige? Oder doch auch große Unternehmen? Und gibt es bestimmte Branchen, die bei euch vertreten sind?

Jasmin: Das zieht sich durch alle Branchen. Von kleinen Bio-Shops bis zu den großen Marktführern ist alles dabei. Vor allem Städte, Ämter oder staatliche Einrichtungen gehen immer mehr in den ökologischen Bereich und haben hier auch eine vorbildliche Vorreiterrolle. Man kann aber nicht mehr pauschal sagen, dass es nur Unternehmen sind, die rein aus der ökologischen Branche kommen.

Susanne: Was sagst du dazu: „Öko ist ja immer teurer…“?

Jasmin: Das halte ich für ein Gerücht. Viele ökologische Produkte können mittlerweile mit den Konventionellen preislich mithalten. In manchen Bereichen mag das wohl noch stimmen. Aber das schlechte Gewissen kauft bei Öko nicht mit. Wie oft habe ich irgendwo ein Produkt gesehen und mich gefragt: Wie kann das zu so einem billigen Preis produziert werden? Die Antwort liegt da auf der Hand: Billigste Rohstoffe mit Inhalten, die wir nur aus der Giftküche kennen und menschenunwürdige Produktionsstätten.

Wenn ich mit diesem Wissen immer noch sage Öko ist teuer, dann habe ich was nicht richtig verstanden. Man darf ja auch nicht vergessen, was für ein Aufwand in den Bereichen Ökologie und Nachhaltigkeit betrieben wird. Dieser muss natürlich auch bezahlt werden.

Susanne: Wie erlebst du den Markt „Nachhaltigkeit“? Schwer oder einfach?

Jasmin: In der Produktbeschaffung – also beim Einkauf von Produkten – sind Nachhaltigkeit und ökologische Produkte teilweise echt noch schwer aufzutreiben. Der Werbeartikelmarkt herstellerseitig hat jetzt erst diese Notwendigkeit erkannt und man spürt, dass ein Umdenken gerade stattfindet. Leider aber noch nicht in ganzer Linie und mit voller Überzeugung. Verkaufsseitig ist es weniger schwer. Der Markt ist da und will bedient werden.

Susanne: Macht ihr anders Werbung, als Online-Shops für konventionelle Werbeartikel? Oder müsst ihr mehr werben?

Jasmin: Ich glaube nicht, dass wir mehr werben müssen als konventionelle Shops. Eher im Gegenteil. Es gibt nicht so viele grüne Werbeartikelshops wie Konventionelle. Im konventionellen Markt muss man ja auch erstmal die Aufmerksamkeit des Kunden bekommen. Wir haben diese Aufmerksamkeit, da wir den Mehrwert Nachhaltigkeit anbieten und somit dem Kunden auch ein Alleinstellungsmerkmal mitgeben können. Generell versuchen wir bei der Werbung für unseren Shop auf Papier zu verzichten. Wir werben hier am Liebsten digital. Newsletter, Google Werbung etc. sind für einen Onlineshop eh unverzichtbarere Marketinginstrumente.

Susanne: Wie kommt ihr an eure Produkte? Können Designer mit einer coolen ökologischen Produktidee einfach bei euch vorstellig werden?

Jasmin: Zum einem über die Werbeartikelbranche und zum anderem fahren wir auf viele ökologisch nachhaltige Messen und suchen nach passenden Produkten. Viele Hersteller haben noch gar nicht darüber nachgedacht, dass ihr Produkt auch ein Werbeartikel sein kann. So verhelfen wir auch anderen Herstellern aus der Ökobranche, sich neue Vermarktungszweige aufzubauen. Selbstverständlich können sich auch Designer bei uns melden und ihre Produkte vorstellen. Das ist sogar erwünscht.

Wir starten jetzt auch einfach mal einen Aufruf: Liebe Designer, falls ihr coole, ökologische Produktideen habt die in die Werbeartikelbranche passen – meldet euch einfach bei uns. Wir freuen uns auf eure Ideen. Vielleicht können wir sogar unser gemeinsames Produkt entwickeln und natürlich auch vermarkten.

Susanne: Glaubst du, dass grüne Werbung nur ein Trend ist?

Jasmin: Ich hoffe nicht, dass es nur ein Trend ist, sondern der Wille unserer Gesellschaft immer nachhaltiger zu werden und vernünftig mit unseren Ressourcen umzugehen. Grüne Werbung ist davon nur ein kleiner Teil. Aber wenn wir wirklich mal von einem Trend sprechen möchten: Für den Verbraucher ist es kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung.

Er ist sehr sensibilisiert dafür, ob es Firmen wirklich Ernst meinen oder ob Greenwashing betrieben wird. Und aus meiner Sicht ist Greenwashing sehr gefährlich. Entweder man meint es ehrlich oder man lässt es. Deshalb ist Trend für mich hier auch nicht das richtige Wort.

Susanne: Grüne Werbung – was würdest du Unternehmen raten? Was ist das Wichtigste, worauf sie dabei achten müssen?

Jasmin: Ehrlichkeit und Transparenz sind das A und O. Der Verbraucher verzeiht viel, aber keine Unehrlichkeit. Ich rate Unternehmen, sich Spezialisten aus dem Bereichen Green Marketing bzw. ökologische Unternehmensberater zu besorgen. Diese wissen worauf es ankommt, bringen die nötige Erfahrung mit und können schon mit kleinen Veränderungen ein Unternehmen ökologischer machen. Unsere Agentur H.K.S. 7 bietet beides an.

Susanne: Warum setzt du so rundum auf grüne Werbung?

Jasmin: Zum einen aus voller Überzeugung, da ich der Meinung bin wir alle müssen was tun, um unsere Umwelt zu schützen. Ich liebe die bunte Welt des Marketings und der Werbeartikel und dies umweltschonend umzusetzen macht mich zufrieden. Zum anderen bin ich aber auch Kauffrau und sehe in diesem Markt gute Chancen erfolgreiche und ehrliche Geschäfte zu machen.

Susanne: Vielen Dank für das Interview, Jasmin. Ich hoffe, dass deine Antworten dieses Jahr viele Kunden und Mitarbeiter vor nutzlosen Weihnachtsaufmerksamkeiten bewahren werden. Trotzdem bleibt wahr: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft..

Liebe Unternehmen, greift doch zu sinnvollen Geschenken, zum Beispiel bei grüne-werbung.eu. Zum Beispiel zu Samenbomben (Link). Dann habt ihr die Aufmerksamkeit der Kunden an Weihnachten und nochmal im Juni, wenn die Samenbomben geworfen werden.

Über Jasmin Hollstein

Jasmin Hollstein

Jasmin Hollstein (40) ist Geschäftsführerin der H.K.S. 7 Werbeagentur GmbH. Sie ist immer auf der Suche nach neuen ökologischen Produktideen für ihren Shop. Sie liebt das Leben und unsere Erde. Deshalb geht sie auch beruflich diesen Weg.

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