Glossar

A

Abfall

Bewegliche Gegenstände, Stoffe oder Stoffgemische, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. [Quelle: Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien, Artikel 3 Nr. 1]

B

Biodiversität

Vielfalt des Lebens auf der Erde. Umfasst die genetische Vielfalt innerhalb von Arten, die Vielfalt der Arten sowie die Vielfalt von Lebensgemeinschaften und Ökosystemen. [Quelle: In Anlehnung an UNCBD: Übereinkommen über die biologische Vielfalt, 1992]

C

Carbon Footprint

Der Product Carbon Footprint bezeichnet die Menge der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzeinheit.

D

Deposition

Eine Deposition beschreibt eine trockene (Stäube) oder nasse (Nebel, Regen) Ablagerung, in diesem Falle von Schadstoffen, in einem Umweltkompartiment.[Quelle: nach Bliefert, C.; Umweltchemie. WILEY-VCH Verlag GmbH. 3. Auflage, Weinheim, 2002. Und BImSchG §3 (3)]

Design for Recycling (DfR)

Design for Recycling stellt das closed-loop-Wirtschaften in den Vordergrund. Materialien und/oder Energie sollen so intensiv und häufig wie möglich genutzt werden. DfR ist ein spezieller Aspekt des umweltfreundichen Designs, bei dem es vor allem darum geht, das Produkt so zu gestalten, dass es während und nach der Gebrauchsphase einfach demontierbar und reparierbar ist, Teile wieder verwendet und Abfälle einfach recycliert werden können.

DIN EN ISO 14006 // ISO 14006:2011

Leitlinien zur Berücksichtigung umweltverträglicher Produktgestaltung.

DIN EN ISO 14021 // ISO 14021:1999 + ISO 14021 AMD 1:2011

Umweltbezogene Anbietererklärungen (Umweltkennzeichnung Typ II

DIN EN ISO 14024 // ISO 14024:1999

Umweltkennzeichnung Typ I. Grundsätze und Verfahren

DIN EN ISO 14025 // ISO 14025:2006

Typ III Umweltdeklarationen. Grundsätze und Verfahren

DIN EN ISO 14040 // ISO 14040:2006

Ökobilanz. Grundsätze und Rahmenbedingungen

DIN EN ISO 14044 // ISO 14044:2006

Ökobilanz. Anforderungen und Anleitungen

DIN EN ISO 14051 // ISO 14051:2011

Materialflusskostenrechnung. Allgemeine Rahmenbedingungen.

DIN EN ISO 14063 // ISO 14063:2006

Umweltkommunikation. Anleitungen und Beispiele

DIN EN ISO 14067 // ISO 14067:2012

Treibhausgase - Carbon Footprint von Produkten - Anforderungen an und Leitlinien für quantitative Bestimmung und Kommunikation

DINENISO14063

Rohstoff, der durch Entnahme aus der Natur gewonnen wird und nicht das Potential hat, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Hierzu zählen mineralische und fossile Rohstoffe. Ab welchem Zeitraum ein Rohstoff nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren. [Quelle: UBA]

DINENISO14063

Europäischer Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Verbrauch und Produktion. Dazu gehören Ökodesign-Standards, Umweltkennzeichnungen, Unterstützung von Umweltindustrien, Förderung von Ökoinnovationen, etc. http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sustainable-business/environment-action-plan/index_de.htm

Downcycling

Recycling, bei dem der erzeugte Sekundärrohstoff von geringerer Qualität als das Ausgangsmaterial ist. [Quelle: UBA]

E

Ecodesign

Das Umweltbundesamt versteht unter Ecodesign den "(...) systematischen und umfassenden Betrachtungs- und Gestaltungsansatz für Produkte, welcher das Ziel verfolgt, die Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus durch verbessertes Produktdesign zu mindern. In der Produktplanungs- und -designphase können Produzenten Einfluss auf jede Phase der Wertschöpfung und des stofflichen Lebensweges nehmen und ökologische Innovationen voranbringen. Die umweltverträgliche Gestaltung von Produkten erfordert quantitative und qualitative Bewertungsmaßstäbe und unterstützende Instrumente. Hierfür stehen mittlerweile eine Reihe von Checklisten, Handbüchern bis hin zu Softwarelösungen basierend auf der methodischen Grundlage der Ökobilanzierung zur Verfügung. Es gelingt auch zunehmend Ökodesign-Grundsätze in Produktnormen zu verankern." [Quelle: UBA]

Effizienz

Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Aufwand. Siehe auch Ressourceneffizienz, Energieeffizienz. [Quelle: In Anlehnung an Eifert et al. (Hrsg.): Meyers Handbuch für die Wirtschaft, 3. Auflage, Mannheim: Bibliographisches Institut,1974 und Wittmann et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 5. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1993 und Sellien (Hrsg.): Doktor Gablers Wirtschaftslexi-kon, 9. Auflage, Wies-baden: Gabler, 1975]

Emission

Emission (lat. emissio, Aussendung, Laufenlassen) bedeutet allgemein (Anm.: im Industriellen Zusammenhang) den Übertritt oder das Ausstoßen von luftverunreinigenden Stoffen wie Stäuben, Metallverbindungen, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid oder Stickoxiden aus Emissionsquellen. Emissionen im Sinne des Bundesimissionsschutzgesetzes (BimSchG) sind die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnlichen Erscheinungen. [Quelle: nach Bliefert, C.; Umweltchemie. WILEY-VCH Verlag GmbH. 3. Auflage, Weinheim, 2002. Und BimSchG §3 (3).]

Energieeffizienz

Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Energieaufwand. [Quelle: UBA]

Energieträger, erneuerbarer

Siehe Ressource, erneuerbar

Energieträger, fossiler

In Lagerstätten vorkommender Energierohstoff tierischer oder pflanzlicher Herkunft, der sich in geologischen Zeiträumen gebildet hat, also nicht erneuerbar ist. Trotz seiner tierischen oder pflanzlichen Herkunft ist ein fossiler Energieträger kein biotischer Rohstoff. Hierzu zählen Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, jedoch nicht die Kernbrennstoffe. [Quelle: In Anlehnung an Leser et al. (Hrsg.): Diercke – Wörterbuch der Allgemeinen Geographie, 7. Auflage, München: dtv, 1993 und Lexikon der Geowissenschaften, Heidelberg: Spektrum, 2000]

Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie

Die Energieverbrauchskennzeichnungsrichtlinie ist eine Produktgruppenspezifische Verordnung zur verpflichtenden Kennzeichnung von Produkten zu deren Energieverbrauch und ggf. weiteren Parametern. Der Geltungsbereich ist mit der Ökodesign-RL harmonisiert.

Environmental Product Declaration (EPD)

EPD sind Produktdeklarationen des Typ III (siehe auch DIN EN ISO 14025 und Umweltzeichen). Sie basieren auf internationalen Normen (ISO 14025 und ISO 14040ff) und sind daher international abgestimmt und anwendbar. EPDs fassen Ökobilanz-Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung zusammen. Sie umfassen Umweltkennzahlen, zum Beispiel zum Rohstoffverbrauch oder zum Treibhauspotenzial über den gesamten Lebensweg des Produktes, sowie ergänzende Erläuterungen. EPD können, müssen aber nicht durch unabhängige Dritten zertifiziert werden. Eine Verifizierung erhöht jedoch in jedem Fall die Glaubwürdigkeit.

Eutrophierung

Als Eutrophierung wird die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem bezeichnet. Im Zusammenhang mit negativen Umweltwirkungen bezeichnet der Begriff Eutrophierung eine Überschreitung des günstigen Nährstoffangebots, also eine unerwünschte Zunahme von Nährstoffen (Überdüngung). Im Rahmen negativer Umweltwirkungen wird meist zwischen aquatischer und terrestrischer Eutrophierung unterschieden, also einer Überdüngung von Gewässern und Böden.

F

Funktionelle Einheit

Untersuchte Einheit im Rahmen einer ökobilanziellen Betrachtung.

G

Green Design

Unter Green IT (seltener auch Green ICT) versteht man Bestrebungen, die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) über deren gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Dies beinhaltet die Optimierung des Ressourcenverbrauchs während der Herstellung, während des Betriebs und der Entsorgung der Geräte (Green in der IT). Ein weiterer Aspekt von Green IT ist die Energieeinsparung durch den Einsatz von Informationstechnologie (IT), wenn beispielsweise Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt werden (Green durch IT).

H

Hotspot-Analyse

Analyse zur Ermittlung besonders umweltrelevanter Parameter im Lebenszyklus eines Produktes (z.B. kritische Rohstoffe, Prozesse oder Nutzenkonzepte).

I

Integrierte Produktpolitik (IPP)

„Mit dem Konzept der integrierten Produktpolitik wird das Ziel verfolgt, die Umweltauswirkungen von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus vom Abbau der Rohstoffe über die Herstellung, den Vertrieb, die Verwendung bis hin zur Abfallentsorgung zu verringern. Grundlage dieses Ansatzes ist die Erkenntnis, dass es notwendig ist, die Umweltauswirkungen des Produkts in jedem Stadium seines Lebenszyklus zu berücksichtigen, und dass diese Einfluss auf die Entscheidungen der beteiligten Gruppen haben sollten.“ (Quelle: Grünbuch zur Integrierten Produktpolitik) Zu den Maßnahmen gehören verschiedene RL wie die Ökodesign- oder Abfallrahmen- RL sowie umfangreiche Strategiemaßnahmen zur Umsetzung nachhaltiger Produktpolitik.

ISO/DIS 14046

Entwurfsdokument für die Anforderungen und die Leitlinien für die quantitative Bestimmung und die Kommunikation für einen Water Footprint.

ISO/TR 14062 // ISO/TR 14062:2002

Integration von Umweltaspekten in Produktdesign und -entwicklung.

K

Klimamodell

Klimamodelle sind wissenschaftlich erstellte Prognosen über die Entwicklung des Weltklimas.[Quelle: nach Bliefert, C.; Umweltchemie. WILEY-VCH Verlag GmbH. 3. Auflage, Weinheim, 2002.]

Kohlendioxid

Kohlendioxid, auch Kohlenstoffdioxid (CO2), ist ein farbloses, unbrennbares, geruchloses und in Wasser lösliches Gas. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Luft und ein wichtiges Treibhausgas. In Berechnungen zur Klimawirkung von Gasen werden die relevanten Treibhausgase in Kohlendioxid-Äquivalenten ausgedrückt.

Kreislaufwirtschaft

Vermeidung und Verwertung von Abfällen. [Quelle: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Kreislaufwirt-schafts-und Abfallrechts vom 30. März 2011, Artikel 1, § 3 Abs. 19]

Kumulierter Energieaufwand (KEA)

Gesamtheit des primärenergetisch bewerteten Aufwands, der im Zusammenhang mit der Herstellung, Nutzung und Beseitigung eines Produkts entsteht bzw. diesem ursächlich zugewiesen werden kann. Gebräuchliche Einheit ist MJ/t. Neben der energetischen Verwendung werden der nichtenergetische Verbrauch sowie der stoffgebundene Energieinhalt berücksichtigt. [Quelle: In Anlehnung an VDI Richtlinie 4600]

Kumulierter Energieverbrauch (KEV)

Gesamtheit des primärenergetisch bewerteten Verbrauchs, der im Zusammenhang mit der Herstellung, Nutzung und Beseitigung eines Produkts entsteht bzw. diesem ursächlich zugewiesen werden kann. Gebräuchliche Einheit ist MJ/t. Der KEV unterscheidet sich vom KEA dadurch, dass ausschließlich energetisch verwendete Rohstoffe für eine energetische Bewertung her-angezogen werden. [Quelle: In Anlehnung an Forschungsvorhaben: Kumulierter Energieverbrauch (KEV) – ein praktikabler Bewertungs- und Entscheidungsindikator für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (Förderkennzeichen: 20141129)]

Kumulierter Rohstoffaufwand (KRA)

Summe der zur Bereitstellung eines Produktes eingesetzten Rohstoffmengen entlang der Wertschöpfungskette. Gebräuchliche Einheit ist Tonnen pro Tonne. Der KRA umfasst alle zur Herstellung und Transport eines Produktes aufgewendeten Rohstoffe, inklusive der Energierohstoffe. Nicht wirtschaftlich verwendete Stoffe und Stoffgemische, wie die nicht verwertete Entnahme, bleiben unberücksichtigt.[Quelle: In Anlehnung an Forschungsvorhaben: Indikatoren/Kennzahlen für den Rohstoffverbrauch im Rahmen der Nachhaltigkeitsdiskussion (Förderkennzeichen 20593368)]

M

Material

Stoff oder Stoffgemisch, der oder das für die Herstellung von Produkten bestimmt ist. Dies umfasst sowohl Rohstoffe als auch höher verarbeitete Stoffe und Stoffgemische. [Quelle: UBA]

Materialeffizienz

Verhältnis eines erzielten Ergebnisses oder Nutzens zum dafür nötigen Materialaufwand. In Bezug auf Produktionsprozesse wird Materialeffizienz als Indikator verwendet, der das Verhältnis der Materialmenge eines Produkts zu der für seine Herstellung eingesetzten Materialmenge misst. [Quelle: UBA]

Materialintensität

Kehrwert der Materialeffizienz, also das Verhältnis des Materialaufwands zum erzielten Ergebnis oder Nutzen. [Quelle: UBA]

N

Nachhaltiges Design

Nachhaltiges Produktdesign soll den Nachhaltigkeitswert von Produkten in dreifacher Weise durch die Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Parametern erhöhen. Damit geht es über den Ansatz von Ecodesign oder Green Design hinaus. Siehe auch Sustainable Design.

Ö

Ökobilanz (Life Cycle Assessment – LCA)

Zusammenstellung und Beurteilung der Input- und Outputflüsse und der potenziellen Umweltwirkungen eines Produktsystems im Verlauf seines Lebensweges. Unter Input- und Outputflüssen versteht man alle Stoff- und Energieflüsse, die in das Produktsystem eingehen, innerhalb des Produktsystems auftreten und aus dem Produktsystem abfließen (z.B. Energie, Rohstoffe, Betriebsstoffe, Abfälle, Emissionen, Abwässer).[Quelle: DIN EN ISO 14040:2006]

Ökodesign

Siehe Ecodesign.

Ökodesign-Richtlinie (EG-RL 2009/125/EG)

Die Ökodesign-Richtlinie wird als zentrales Push-Instrument betrachtet. Sie dient der Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products, ErP). Sie ersetzt die Richtlinie 2005/32/EG vom 6. Juli 2005, die auch Energy-using Products (EuP) Directive genannt wurde. Damit gilt die RL jetzt auch für solche Produkte, die passiv Einfluss auf die Energieeffizienz haben könne, wie zum Beispiel Dämmstoffe.

Ökoeffizienz

1. Als Indikator: Quotient aus dem Wert eines Produkts und der durch sein Produktsystem verursachten Umweltbelastungen, gemessen in geeigneten Einheiten. 2. Als Ziel: Ökoeffizienz wird durch die Bereitstellung von preislich wettbewerbsfähigen Gütern und Dienstleistungen erreicht, die menschliche Bedürfnisse befriedigen und Lebensqualität erzeugen, bei fortlaufender Reduktion ihrer lebenszyklusweiten Umweltauswirkungen und Ressourcenintensität bis hin zu einem Niveau, welches in Einklang mit der geschätzten ökologischen Tragfähigkeit.[Quelle: 1. UBA Definition in Anlehnung an ISO 14045 (im Entwurf) 2. WBCSD: Eco-Efficiency: Creating more value with less impact, 2000]

Ökologischer Fußabdruck

Ergebnis eines systemanalytischen Verfahrens zur Erfassung der biologisch produktiven Land- und Wasserflächen, die durch die Ressourcennutzung eines bestimmten Bezugssystems (z.B. Produkte, Individuen, Unternehmen, Volkswirtschaften, Weltwirtschaft) beansprucht werden. Dabei werden reale Flächenbelegungen und virtuelle Flächenerfordernisse (z.B. zur Aufnahme von Treibhausgasen) summiert. Gebräuchliche Einheit: „globaler Hektar“. [Quelle: UBA Definition in Anlehnung an Wackernagel: Der Ecological Footprint – Die Welt neu vermessen, Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 2011]

Ökosystem

Beschreibt ein räumlich begrenzte Gemeinschaft von Lebewesen und physikalischen Faktoren die in einem Stoff- und Nahrungskreislauf miteinander verbunden sind. Sie erhalten sich gegenseitig und stehen in engen Wechselbeziehungen zueinander. Ökosysteme funktionieren durch das Zusammenspiel von Produzenten, Konsumenten und Destruenten.

P

Peak Oil

Geologisch bedingtes Allzeit-Fördermaximum an Erdöl, also die maximal pro Jahr jemals geförderte Menge an Rohöl. Die hierfür verwendete Berechnungsmethode ist nicht auf andere Rohstoffe übertragbar. [Quelle: In Anlehnung an Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Energierohstoffe 2009]

Primärrohstoff

Rohstoff, der durch Entnahme aus der Natur gewonnen wird. [Quelle: UBA]

Primärrohstoff, erneuerbar

Rohstoff, der durch Entnahme aus der Natur gewonnen wird und das Potential hat, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Hierzu zählen biogene Rohstoffe, aber auch Luft und (nichtfossiles) Wasser. Ab welchem Zeitraum ein Rohstoff nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren. [Quelle: UBA] .

Primärrohstoff, nicht erneuerbar

Umweltkommunikation.

Product Environmental Footprint (PEF)

Der Product Environmental Footprint soll, wie der Name schon sagt, einen Umweltfußabdruck von Produkten abbilden. Die europäische Initiative gehört zum Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung. Zur Zeit werden in einem Pilotprojekt Berechnungsmethoden für unterschiedliche Produktgruppen definiert und erprobt.

Produkt

Unmittelbar angestrebtes Ergebnis eines Prozesses. Hierzu zählen bearbeitete Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren, Energie sowie Dienstleistungen.[Quelle: In Anlehnung an DIN EN ISO 9001 und KOM (2007) 59: zur Mitteilung zu Auslegungsfragen betreffend Abfall und Nebenprodukte]

Produktlebenszyklus

Aufeinander folgende und miteinander verbundene Stufen eines Produktsystems von der Rohstoffgewinnung oder Rohstofferzeugung bis zur stofflichen oder energetischen Verwertung oder endgültigen Beseitigung des Produktes. [Quelle: DIN EN ISO 14040: 2006]

Prozess

Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben (Input) in Ergebnisse (Output) umwandelt. Hierzu zählen Produktionsprozesse, Transportprozesse und anderweitige Prozesse zur Bereitstellung von Dienstleistungen. [Quelle: In Anlehnung an DIN EN ISO 9001]

R

REACH (EG-Verordnung 1907/2006/EG)

REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Sie soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen sowie gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt.

Recycling

Jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, aber nicht die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind. [Quelle: Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien, Artikel 3]

Ressource

Mittel, das in einem Prozess genutzt wird oder genutzt werden kann. Eine Ressource kann materieller oder immaterieller Art sein. Wird im umweltwissenschaftlichen Kontext der Begriff „Ressource“ verwendet, ist damit eine „natürliche Ressource“ gemeint. Anders als hier wird der Ressourcenbegriff oft auch sehr eng gefasst im Sinne von Rohstoffen verwendet.[Quelle: UBA]

Ressource, erneuerbar

Ressource, die das Potential hat, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Hierzu zählen neben den erneuerbaren Rohstoffen die strömenden Ressourcen Wind, Wasserströme, Erdwärme und Sonnenenergie. Ab welchem Zeitraum eine Ressource nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren. [Quelle: UBA]

Ressource, geologisch

Im geologischen Kontext die Mengen eines Rohstoffs, die geologisch nachgewiesen sind, aber aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht gewonnen werden können und die Mengen, die nicht nachgewiesen sind, aber aus geologischen Gründen in dem betreffenden Gebiet erwartet werden können. International, so z.B. im englischen Sprachgebrauch, werden davon abweichende Definitionen für „Resources“, „Reserves“, „Reserve Base“ verwendet. [Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Energierohstoffe 2009: Reserven, Ressourcen, Verfügbarkeit, 2009 und United States Geological Service: Mineral Commodity Summaries, 2009]

Ressource, natürliche

Ressource, die Bestandteil der Natur ist. Hierzu zählen erneuerbare und nicht erneuerbare Primärrohstoffe, physischer Raum (Fläche), Umweltmedien (Wasser, Boden, Luft), strömende Ressourcen (z.B. Erdwärme, Wind-, Gezeiten- und Sonnenenergie) sowie die Biodiversität. Es ist hierbei unwesentlich, ob die Ressourcen als Quellen für die Herstellung von Produkten oder als Senken zur Aufnahme von Emissionen (Wasser, Bo-den, Luft) dienen. [Quelle: In Anlehnung an KOM (2005) 670: Thematische Strategie zur Nutzung natürlicher Ressourcen]

Ressource, nicht erneuerbare

Ressource, die nicht das Potential hat, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Hierzu zählen neben den nicht erneuerbaren Rohstoffen die Ressource Biodiversität und von Erosion betroffener Boden. Ab welchem Zeitraum eine Ressource nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren.[Quelle: UBA]

Ressourcenbedarf

Die Menge an Ressourcen, die erforderlich ist, um ein Bedürfnis zu befriedigen. [Quelle: UBA]

Ressourceneffizienz

Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Ressourceneinsatz. Im umweltwissenschaftlichen Sprachgebrauch ist mit Ressourceneinsatz der Einsatz von natürlichen Ressourcen gemeint. Nicht zu verwechseln mit Rohstoffeffizienz. Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist neben der Suffizienz und der Konsistenz eine Strategie zur relativen oder absoluten Senkung der Ressourceninanspruchnahme. [Quelle: In Anlehnung an Eifert et al. (Hrsg.): Meyers Handbuch für die Wirtschaft, 3. Aufla-ge, Mannheim: Bibliographisches Insti-tut,1974 und Wittmann et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 5. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1993 und Sellien (Hrsg.): Doktor Gablers Wirtschaftslexikon, 9. Auflage, Wiesbaden: Gabler, 1975]

Ressourcenintensität

Kehrwert der Ressourceneffizienz, also das Verhältnis von Ressourceneinsatz zu dem daraus erzielten Nutzen oder damit erzielten Ergebnis. [Quelle: UBA]

Ressourcenknappheit

Zustand, in dem der derzeitige oder erwartete Bedarf an natürlichen Ressourcen größer ist als ihre Verfügbarkeit. Nicht zu verwechseln Rohstoffknappheit. [Quelle: UBA]

Ressourcennutzung, nachhaltige

Form der Ressourcennutzung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Dies bedeutet eine gerechte und ökologisch langfristig tragfähige Ressourcennutzung. [Quelle: In Anlehnung an Bericht der Brundtland-Kommission,1989]

Ressourcenschonung

Sparsame Nutzung natürlicher Ressourcen mit dem Ziel der Erhaltung ihrer Menge und Funktion. [Quelle: UBA]

Ressourcenverbrauch

Form der Ressourcennutzung, bei der die Ressourcen so umgewandelt werden, dass sie einer erneuten Nutzung nicht mehr zur Verfügung stehen (z.B. Verlust an Biodiversität, Bodenerosion, Verbrennung oder dissipative Verluste). In diesem Sinne wird auch der Begriff Energieverbrauch verwendet. [Quelle: UBA]

Ressourcenverfügbarkeit

Kennzeichnet den Anteil an Ressourcen, der unter derzeitigen Bedingungen wirtschaftlich nutzbar ist. [Quelle: UBA]

RoHS (EG-Richtlinie 2011/65/EU)

Die Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances) regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen. Ziel der Richtlinie ist die Beschränkung von unerwünschten Inhaltsstoffen in Elektro- und Elektronikgeräten, die in der EU in Verkehr gebracht werden. In Deutschland wird die RoHS-RL durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) umgesetzt, wie auch die WEEE-RL.

Rohstoff

Stoff oder Stoffgemisch welches in un- oder gering bearbeitetem Zustand, in einen Produktionsprozess eingehen kann. Man unterscheidet Primär- und Sekundärrohstoffe. Weitere Unterscheidungen, wie in erneuerbare und nicht erneuerbare, biotische und abiotische Rohstoffe, sind gängig.[Quelle: UBA]

Rohstoff, erneuerbar

Rohstoff, der das Potential hat, sich in bestimmten Zeiträumen zu erneuern. Hierzu zählen biogene Rohstoffe, aber auch Luft und (nichtfossiles) Wasser. Ab welchem Zeitraum eine Ressource nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren. [Quelle: UBA]

Rohstoff, fossil

Rohstoff, der sich in geologischen Zeiträumen gebildet hat, also nicht erneuerbar ist. Hierzu zählen die fossilen Energieträger, aber auch die mineralischen Rohstoffe. [Quelle: In Anlehnung an Leser et al. (Hrsg.): Diercke –Wörterbuch der Allgemeinen Geographie, 1993 und Spektrum Verlag: Lexi-kon der Geowissenschaften, 2000]

Rohstoff, mineralisch

Durch zumeist natürliche Vorgänge entstandener Rohstoff, der – von wenigen Ausnahmen abgesehen – anorganisch und kristallin vorliegt. Hierzu zählen Gesteine, Salze und Erze. [Quelle: In Anlehnung an Leser et al. (Hrsg.): Diercke – Wörterbuch der Allgemeinen Geo-graphie, 7. Auflage, München: dtv, 1993 und Lexikon der Geowissen-schaften, Heidelberg: Spektrum, 2000 und Matthes: Mineralogie, 6. Auflage.]

Rohstoff, nachwachsend (NaWaRo)

Biotischer Rohstoff, der aus der Land- und Forstwirtschaft stammt und nicht als Nahrungs- oder Futtermittel verwendet, sondern stofflich oder energetisch genutzt wird. Im Erneuerbare Energien-Gesetz findet sich eine engere Definition: Hier wird der Begriff ausschließlich für pflanzliches Material verwendet. [Quelle: In Anlehnung an Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (http://www.nachwachsenderohstoffe.de/basisinfo-nachwachsende-rohstoffe.html) und Anlage 2, Nr. II zum Erneuerbare Energien-Gesetz 2009]

Rohstoff, nicht erneuerbar

Rohstoff, der nicht das Potential hat, sich in bestimmten Zeit-räumen zu erneuern. Ab welchem Zeitraum eine Ressource nicht mehr als erneuerbar gilt, ist nicht einheitlich festgelegt. Die Grenze zwischen „erneuerbar“ und „nicht erneuerbar“ liegt üblicherweise zwischen 100 und 1000 Jahren. [Quelle: UBA]

Rohstoffäquivalent (RME)

Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. [Quelle: In Anlehnung an OECD: Measuring Material Flows and Resource Productivity – Glossary of Terms, 2007]

Rohstoffeffizienz

Verhältnis eines bestimmten Nutzens oder Ergebnisses zum dafür nötigen Rohstoffaufwand. Wird häufig im Sinne von Rohstoffproduktivität verwendet. [Quelle: In Anlehnung an Eifert et al. (Hrsg.): Meyers Handbuch für die Wirtschaft, 3. Auflage, Mannheim: Bibliographisches Institut,1974 und Wittmann et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 5. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1993 und Sellien (Hrsg.): Doktor Gablers Wirtschaftslexi-kon, 9. Auflage, Wies-baden: Gabler, 1975]

Rohstoffintensität

Kehrwert der Rohstoffeffezienz, also das Verhältnis von Rohstoffaufwand zu dem daraus erzielten Nutzen oder Ergebnis. [Quelle: UBA]

Rohstoffknappheit

Zustand, in dem der derzeitige oder erwartete Bedarf an Rohstoffen größer ist als ihre Verfügbarkeit. Rohstoffknappheit kann lokal, regional oder global auftreten und hinsichtlich ihrer Ursachen und Auswirkungen auf die Ressourcenmärkte unterschieden werden: - Physisch bedingte Verknappung - Politisch bedingte Verknappung - Spekulativ bedingte Verknappung - Durch Kapazitätsengpässe bedingte Verknappung - Strukturell bedingte Verknappung - Preislich bedingte Verknappung Als Indikatoren zur Bewertung einer möglichen Rohstoffknappheit können z.B. die Länderkonzentration, das Länderrisiko oder die Importabhängigkeit der Verbraucher herangezogen werden. [Quelle: UBA]

Rohstoffnutzung, nachhaltige

Form der Rohstoffnutzung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse be-friedigen zu können. Dies bedeutet eine gerechte und ökologisch langfristig tragfähige Rohstoffnutzung. [Quelle: In Anlehnung an Bericht der „Brundtland-Kommission“, 1989]

Rohstoffproduktivität

Verhältnis von Produktionsergebnis zu Rohstoffaufwand. Sie kann sich unter Anderem auf einzelne Prozesse, Unter-nehmen, Branchen oder ganze Volkswirtschaften beziehen. Im Kontext der umweltökonomischen Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamtes und der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist die abiotische Rohstoffproduktivität ein Indikator für die Rohstoffeffizienz der deutschen Volkswirtschaft. [Quelle. In Anlehnung an Eifert et al. (Hrsg.): Meyers Handbuch für die Wirtschaft, 3. Auflage, Mannheim: Bibliographisches Institut,1974 und Wittmann et al. (Hrsg.): Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 5. Auflage, Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 1993 und Sellien (Hrsg.): Doktor Gablers Wirtschaftslexikon, 9. Auflage, Wies-baden: Gabler, 1975]

Rohstoffreserve

Nachgewiesene, zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbare Mengen aus Rohstofflagerstätten. [Quelle: In Anlehnung an BGR: Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen –Kurzstudie 09]

Rohstoffverbrauch

Form der Rohstoffnutzung, bei der die Rohstoffe so umgewandelt werden, dass sie einer erneuten Nutzung nicht mehr zur Verfügung stehen (z.B. Verbrennung oder dissipative Verluste). In diesem Sinne wird auch der Begriff Energieverbrauch verwendet. [Quelle: UBA]

S

SCP/SIP

Siehe Sustainable Consumption and Production (SCP) und Sustainable Industrial Policy (SIP)

Sekundärrohstoff

Rohstoff, der aus Abfällen oder Produktionsrückständen gewonnen wird. Er kann Primärrohstoffe ersetzen. [Quelle: UBA]

Senke

Endpunkt von Stoffströmen. Im Kontext natürlicher Ressourcen wird unter Senken die Aufnahmefunktion der Natur, z.B. für Schadstoffe, verstanden. [Quelle: UBA]

Statische Reichweite

Verhältnis aus Rohstoffreserve und weltweiter Jahresfördermenge eines Rohstoffs, angegeben in Jahren. Die Statische Reichweite gibt lediglich eine Momentaufnahme in einem dynamischen System an. Sie kann nicht als Größe für die Lebensdauer der Reserven interpretiert werden. Sie ist ein Indikator, der den Bedarf für Exploration und Recycling eines Rohstoffs anzeigt. [Quelle: UBA]

Stoff

Chemisches Element (z. B. Stickstoff, Kohlenstoff oder Kupfer) oder eine chemische Verbindung (z.B. Ammoniak, Kohlendioxid). Kein Stoff, sondern ein Stoffgemisch, ist demnach beispielsweise Trinkwasser, da es nicht nur aus reinem Wasser, sondern auch aus anderen Stoffen, z.B. Mineralstoffen besteht. [Quelle: In Anlehnung an Richtlinie 2006/1907/EG zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)]

Stoffgemisch

Ein Gemisch aus zwei oder mehreren Stoffen. [Quelle: In Anlehnung an Richtlinie 2006/1907/EG zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)]

Suffizienz

Im Ressourcenschutzkontext eine Strategie zur relativen oder absoluten Senkung der Ressourceninanspruchnahme durch Verringerung der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Andere Strategien zur Senkung der Ressourceninanspruchnahme sind Ressourceneffizienz und Konsistenz. [Quelle: UBA]

Sustainable Consumption and Production (SCP)

Europäischer Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Verbrauch und Produktion. Dazu gehören Ökodesign-Standards, Umweltkennzeichnungen, Unterstützung von Umweltindustrien, Förderung von Ökoinnovationen, etc. http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sustainable-business/environment-action-plan/index_de.htm

Sustainable Design

Nachhaltiges Produktdesign soll den Nachhaltigkeitswert von Produkten in dreifacher Weise durch die Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Parametern erhöhen. Damit geht es über den Ansatz von Ecodesign oder Green Design hinaus. Siehe auch Sustainable Design.

Sustainable Industrial Policy (SIP)

Umweltkommunikation

T

Technosphäre

Die Gesamtheit der vom Menschen in seinem Wirkungsraum hervorgebrachten technischen Umgebung sowie die damit verbundene Zurichtung der Natur durch gestaltende Eingriffe und deren Nebeneffekte kann man analog zur Biosphäre als Technosphäre bezeichnen. Die Technosphäre ist gewissermaßen das aufsummierte Aggregat aus technischen Artefakten, Ressourcen und nicht zuletzt auch Abfällen. Sie ist das objektiv-gegenständliche und daher beobachtbare technische Gesamtsystem.[Quelle: http://www.technosophie.de]

Top-Runner Ansatz

Der Top Runner-Ansatz ist ein produktbezogener umweltpolitischer Ansatz, der auf die Durchdringung des Marktes mit der umweltverträglichsten bzw. ressourcen- und/oder energieeffizientesten Technologie innerhalb einer bestimmten Produktgruppe abzielt.

Treibhauseffekt

Ein Teil der auf der Erde eintreffenden Sonnenstrahlung wird von der Erdoberfläche absorbiert. Dies erwärmt die Erdoberfläche. Diese strahlt in Form von thermischer Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von ca. 5 – 50 µm die aufgenommene Energie wieder zurück Richtung Weltraum. Die Treibhausgase absorbieren einen Teil dieser Strahlen und erwärmen die Erdatmosphäre. Diese gibt wiederum wieder Wärmestrahlung ab. Diese ungerichtete Strahlung strahlt in alle Richtungen, so auch auf die Erde. Dieser letzte Mechanismus wir als atmosphärische Gegenstrahlung bezeichnet. Vereinfacht wird auch oft von Reflexion gesprochen obwohl dieser Begriff physikalisch nicht korrekt ist.

Treibhausgas

Gase mit der Eigenschaft Infrarotstrahlen zu absorbieren. Zu den Treibhausgasen gehören u.a. Kohlendioxid (CO2), Wasserdampf (H2O), Methan (CH4) und Lachgas (N2O).

U

Umweltfreundliche Produktentwicklung

Die umweltfreundliche Produktentwicklung beschreibt am ehesten eine Innovationsrichtung, und keinen Zustand.

Umweltwirkung

Durch Umwelteinwirkungen unmittelbar oder mittelbar hervorgerufene Wirkung auf Mensch und Umwelt. Quelle: In Anlehnung an Bundesumweltministerium: Referentenentwurf des Umweltgesetzbuches (UGB) I, 2009

Umweltzeichen

Umweltkennzeichen sollen laut der ISO-Norm 14020 die Nachfrage nach ökologischen Produkten und Dienstleistungen fördern, indem sie Informationen zu wichtigen Umweltaspekten geben. Dabei unterscheidet die Normenreihe ISO 14020 drei Typen zur Produktkennzeichnung: Type I: Zertifizierte Ökolabel Type II: Selbstdeklarationen und Type III: Produktdeklarationen (EPD)

Upcycling

Der Begriff Upcycling steht – im Gegensatz zum Recycling und Downcycling – für den Prozess, aus Abfallprodukten oder „nutzlosen Stoffen“ neuwertige Produkte zu gestalten. Im Gegensatz zum Downcycling soll es dabei zu einer Aufwertung der verwendeten Materialien kommen. Dieser Definition ist jedoch kritisch zu betrachten da sie suggeriert, beim Upcycling käme es zu einer höherwertigen Aufbereitung der Stoffe als beim echten Recycling (like-for-like-Recycling). Tatsächlich müsste das Material dafür allerdings eine höhere Qualität als bei der Erstverwendung erreichen, was nicht der Fall ist. Ungeachtet der umstrittenen Begrifflichkeit führt die Praxis des Upcycling zu einer Form der Wiederverwendung vorhandener Materialien (ohne den Zwischenschritt des Recycling), welche die Neuproduktion von Rohmaterialien vermindert und damit Energieverbrauch, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Treibhausgasemissionen verringert. . Beim Upcycling ist zum Schutze von Mensch und Umwelt streng darauf zu achten, dass Materialien, die für eine Verwendung in der Technosphäre gedacht waren auch in der Technosphäre verbleiben.

V

Verwertung

Jedes Verfahren, als dessen Hauptergebnis Abfälle innerhalb einer Anlage oder in der weiteren Wirtschaft einem sinnvollen Zweck zugeführt werden, indem sie andere Materialien ersetzen, die ansonsten zur Erfüllung einer bestimmten Funktion verwendet worden wären, oder die Abfälle so vorbereitet werden, dass sie diese Funktion erfüllen. [Quelle: Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien, Artikel 3]

W

Water Footprint

Der Water Footprint ist eine Umweltkennzahl, die den direkten und indirekten Wasserverbrauch über den gesamten Lebensweg eines Produktes zusammenfasst. Hierbei kann es sich um eine reine Summe der Wassermengen handelt oder um eine gewichtete Umweltkennzahl. Letzterer Ansatz bezieht die regional unterschiedliche Wasserverfügbarkeit mit ein. Für diese Wichtung werden häufig Wasserknappheitsindikatoren verwendet. Die Begriffsbezeichnug ist beim Water Footprint nicht immer eindeutig. Oft werden Kennzahlen die man ebenfalls als Water Footprint bezeichnet mit anderen Begriffen benannt. ISO 14046 (Water Footprint) befindet sich in der Entwurfsphase (stand 2/2014)

WEEE-Richtlinie (EG-Richtline 2002/96/EG)

Die WEEE-Richtlinie (Waste of Electrical and Electronic Equipment; deutsch: Elektro- und Elektronikgeräte-Abfall) ist die EU-Richtlinie 2002/96/EG zur Reduktion der zunehmenden Menge an Elektronikschrott aus nicht mehr benutzten Elektro- und Elektronikgeräten. Ziel ist das Vermeiden, Verringern sowie umweltverträgliche Entsorgen der zunehmenden Mengen an Elektronikschrott durch eine erweiterte Herstellerverantwortung. In Deutschland wird die WEEE-RL durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) umgesetzt, wie auch die RoHS-RL.