Paradigmenwechsel

Der bisherige Erfolg vieler Unternehmen basiert auf der Wachstumsstrategie einer Wegwerf­gesellschaft. Solche linearen Wachstumsstrategien werden jedoch bald keine Grundlage mehr haben. Und das ist ein radikaler Umbruch. Wir stehen vor einem Wandel – eigentlich sind wir schon mitten drin – bei dem eine Veränderungsstrategie nicht mehr funktionieren wird, die bisher ganz erfolgreich war: nämlich Business as Usual, nur eben ein wenig anders als vorher. Ein bisschen weniger Abfall. Ein bisschen weniger Emissionen. Ein bisschen mehr bio/öko/fair.

Mit solchen Strategien kommen wir nicht mehr weit. Natürlich wird die tatsächliche Verän­derung auch schrittweise gehen, das ist klar. Aber das Umdenken muss radikaler sein. Die Ziele müssen neu definiert werden. Wir brauchen eine Circular Economy.

Jedes Unternehmen ist in der Lage, nachhaltige Produkte zu entwickeln.

Ökologische Produktgestaltung mit Circular Product Design

Circular Product Design; Circular Economy

Um ökologisch sinnvolle Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen, müssen die Produkte oder Dienstleistungen im ersten Schritt natürlich ökologisch sinnvoll werden. Der beste Ansatzpunkt dafür ist der Gestaltungsprozess der Produkte, denn bis zu 80% der Umwelt­wirkungen eines Produktes werden in dieser Phase festgelegt. An dieser Stelle muss der Produktlebenszyklus analysiert und die Umweltlasten während der Wertschöpfung antizipiert werden. Erst wenn die ökologischen Hotspots gefunden sind, kann über ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen entschieden werden.

Die gute Nachricht ist, dass – abhängig von der Branche – ein erheblicher Anteil der Umweltlasten von der Kreislauffähigkeit sowie den Geschäftsmodellen abhängt. Werden diese verändert, können oft mit einem Federstrich ein erheblicher Anteil der Umweltlasten vermieden werden.

Businessmodelle für die Circular Economy

Viele ökologisch sinnvolle Geschäftsmodelle sind noch gar nicht ausgedacht, werden von den Konsumenten nicht angenommen, sind unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht umsetzbar oder bringen nicht genug Gewinn ein. Das ändert aber nichts daran, dass in innovativen Geschäftsmodellen wesentliche Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft enthalten sind und wir Geschäftsmodelle konsequent in die Überlegungen zur ökologischen Produktgestaltung einbeziehen müssen.

Business Modelle für die Circular Economy

Wir brauchen Geschäftsmodelle, die eine Abkopplung vom Ressourcenverbrauch und die Abkehr von einem linearen Wirtschaftswachstum ermöglichen. Die Kreislaufwirtschaft ist neben anderen Modellen eine der wesentlichen Grundlagen dafür. Die Weichenstellung für innovative Geschäftsmodelle, die diesen Anforderungen gerecht werden, findet überall statt. Unternehmen stehen vor der großen Herausforderung, sich auf etwas völlig Neues einzulassen. Dabei ist noch unklar, was das Neue genau sein wird und wo dabei der ökonomische Mehrwert generiert wird. Gleichzeitig müssen Investitionen in die Veränderung möglichst schnell zurückverdient werden.

Diese Anforderungen können jedoch genau der Anstoß sein, der bei der Umstellung auf ökologische Wertschöpfungsprozesse, der Einführung ökologischer Produkte und der dazu passenden Geschäftsmodelle zum Erfolg führt. Zum Workshop "Business Modelling".